Herrin

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Bondage, Dominanz und sadomasochistische Praktiken werden häufig dem Kapitel sexuelle Abweichungen zugeordnet. Von der Herrschaft und Knechtschaft gibt es nur ein Schritt bis zum Sadismus. Und das ist verständlich. Das Adrenalin, die die Empfindung der physischen Überlegenheit, der Macht oder die Freiheit, Leid zu verursachen oder zu strafen, geben kann, kann schnell und tückisch in etwas “Anormales” ausarten. Aber auch wenn es so wäre, ich liebe es immer noch!

Dann, wann man sich dominiert lässt, gibt man die Kontrolle auf und vielleicht eben deshalb ist es wichtig, Vertrauen in dem Partner oder in der Partnerin zu haben. Es ist gut, von Anfang an klar zu sagen, dass man gerne vom anderen erwartet und was man unter keinen Umständen versuchen möchte. Und das in den Bedingungen, wenn man eine “permissive” Beziehung hat.

In meinem Fall aber ist die Exzentrizität in Diskussion unmöglich. Ich bin seit mehr als fünf Jahren mit einer Frau verheiratet, die zu konservativ und stur in der “Normalität” verankert ist, dass ich ihr meine kleinen perversen Vergnügen nicht kommunizieren kann. Ich kann nicht sagen, dass wir uns nicht gut verstehen. Wir essen zusammen... manchmal abends vor dem Fernseher, wir machen normal Sex, aber sonst kann nichts Ungewöhnliches passieren. In Hinsicht der Privatsphäre, gibt es überhaupt nicht die kleinste Chance, dass die Dinge sich einmal verändern würden. Für sie ist die Routine ein Faktor der Stabilität. Ich weiß, dass das Mittelmäßigkeit und Mangel an Phantasie verrät, aber jetzt ist es viel zu spät, um noch etwas an ihr ändern zu können. Einmal, vor langer Zeit, war es anders. Die Zeit aber, im Laufe ihres unbekümmerten Fließens, verrät unangenehme Einzelheiten, die die Jugend oder die Faszination am Anfang uns nicht sehen lässt. So ist es!

Also... von Zeit zu Zeit, um meine “unmoralischen” Bedürfnisse zu befriedigen, greife ich auf die Dienstleistungen von Eskorten auf. Es reizt mich riesig, ihr Sklave zu sein. Wie ein billiger Diener behandelt zu sein und in einer möglichst üblen Weise gedemütigt zu werden.

Meine Herrin trifft die Entscheidung, ob ich ein Orgasmus verdiene... oder nicht. Meine Herrin entscheidet ebenfalls, ob ich ihr Körper berühren oder küssen kann. Der Herrin (diejenige, die ich bezahle, meine Herrin zu sein), werden die Nägel gefärbt und wird als eine wahre Kaiserin behandelt. Innerhalb von ein paar Stunden koche ich ihr, reinige für sie, wasche und bügle ihre Wäsche für sie. Und schließlich, wenn sie das Bedürfnis hat, mache ich ihr auch eine lange Massage. Weil ich sie mit meiner langweiligen und unbedeutenden Anwesenheit erschöpft habe!

Mit langen schwarzen Haaren, die beinahe ihre dünne Mitte erreicht, mit wunderbare harte Brüste, mit einem absolut unwiderstehlichen Arsch, der mich oft in der Versuchung bringt, es zu lecken, mit vollen Lippen, mit großen grünen Augen, hoch... die erschreckende Domina ist somit erhaben. Sie ist einzigartig.

Ich mag es, von ihr verspottet und wie ein beängstigtes Hund behandelt zu werden. Ich liebe es, wenn sie mich anschreit und mich verfluchte, während sie mit Verachtung bespuckt. Weil ich es verdiene. Ich liebe es, wenn sie die Peitsche, den Ledergürtel, die Ketten oder die Fesseln verwendet. Ich bin sehr glücklich, wenn sie mich wie ein Verlierer mit den Füßen zertrampelt. Alles reizt mich an ihr.

Nach einer verrückten Arbeitswoche, während ich vom Wunsch nach Erfolg in einem internationalen Konzern gestresst werde, mit endgültigen Fristen und mit seltsamen Kunden, fühle ich die Notwendigkeit, ein bisschen aus der Großstadtdschungel, in der ich eine Hyäne vom Morgen bis zum Abend sein muss, zu fliehen und für ein paar Stunden will ich nichts anderes, als unterwürfig und gehorsam zu sein. Es ist meine Art und Weise, mein seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen.

Und meine Herrin ist eine außergewöhnliche Therapeutin in dieser Hinsicht.

Am vergangenen Freitag aber, habe ich mich jedoch ein paar Minuten nach der verabredeten Zeit verspätet. Ich bin verzweifelt in der Wohnung der Dominanz eingetreten (die Tür wurde speziell für mich entriegelt), und wurde bereits am Eingang geschlagen und gezwungen, auf den Knien bis in das Schlafzimmer zu gehen, wo alle ihre Launen erfüllt werden mussten. Als ich das Bett erreicht habe, hat sie mir die Leine gesetzt und begann mich brutal in alle Richtungen zu ziehen. Sie rauchte wütend und schreite mich mit göttlichen Abscheu an: “Bewege dich, du Abschaum!”

Von Zeit zu Zeit schüttete sie die Asche der langen, dünnen Zigarette auf mich. Sie behandelte mich in einer möglichst erniedrigenden Art und Weise. Aber das Gefühl war angenehmer als eine normale Penetration.

Und weil sie wahrscheinlich geahnt hat, dass ich an Sex gedacht habe, ohne dass sie mir das erlaubt hat, weil ich mein Blick an einem bestimmten Ort gerichtet habe, hat er mir eine schmerzhafte Züchtigung mit der Peitsche gegeben. Danach hat sie sich ein bisschen gebeugt, wobei sie sich einschließlich ärgerte, weil sie unwissentlich gezwungen wurde, mir ein bisschen von ihren appetitlichen Rundungen ihrer enormen Büste zu enthüllen und hat mich deshalb mit beiden Händen meine Wangen mächtig geschlagen. Sie hatte genug Kraft, um mir den Kopf zu schütteln.

Und das war auch nicht genug. Sie hat mich gezwungen, ihre Schuhe zu lecken und mich zu entschuldigen, einerseits, weil ich mich bei der “Begegnung” verspätet hatte, andererseits, weil ich an etwas zu Intimes zu wagen dachte...

Ich bat sie um Gnade und ich versprach ihr, dass es NIEMALS passieren wird, dass ich ihre festgelegte Zeit verachten werde, oder dass ich an etwas nachzudenken werde... sei es was auch immer, ohne, dass sie mir ihre Erlaubnis gibt.

Da sie unzufrieden mit der Art und Weise war, wie ich alles bereute, hat sie mir in einem autoritären Ton befohlen, meinem Arsch zu zeigen, um es in Fülle mit ihrer stechenden Peitsche zu schlagen. Während sie mich mit Lust schlug, spuckte sie mich schleimig auf meinem ganzen Körper. Für mich waren diese Qualen wahre Orgasmen.

Die Herrin weiß, wie ich zum Schluss kommen kann, und weil die Zeit, die sie mit einem Trottel wie ich verlieren könnte, zu Ende kam, nachdem sie mich geschlagen und mich mit einer Leine gewürgt hat, wobei sie mich hoch hob, während sie mir ihre Stiefelspitze auf dem Kopf drückte, bis ich ohne Luft blieb, hat sie mir befohlen, dass ich mich mit dem Penis nach oben setzen sollte und sie hat angefangen, mich mit beiden Händen über den Glied zu schlagen, wobei dieses, den wahren Genuss fühlend, immer aufrechter geworden ist, bis es... in ein paar Sekunden, als ich die Erlaubnis bekommen habe, ejakuliert hat.

In dieser Zeit hat sie mich gnädig und barmherzig sogar gelassen, auf ihre göttlichen Finger zu ejakulieren, weil der göttliche Körper der Herrin üblicherweise mit nichts berührt werden kann, umso weniger mit der abscheulichen Sperma eines unterwürfigen Knechtes wie ich.

Nachdem der Akt der Herrschaft ein Ende nimmt, verwandle ich mich wieder in dem Korporatisten, der gierig nach sozialem Aufstieg und Geld ist. Ich weiß, niemand würde glauben, dass eine so pragmatische Person wie ich, ein Sex-Sklave werden könnte, der sich bei Hören der Befehle einer weiblichen Eskorte erregt. Niemand würde glaubte, dass meine Ideen im Rahmen des Unternehmens eine Menge Geld wert sind, und dass deren Ursprung sich in meiner komischen Freude befindet, die durch verachtenswerte Demütigungen produziert wurde.

Also, jedes Mal, wenn Sie eine Summe Geld in der Hand halten, denken Sie daran, dass diese oft das Ergebnis äußerst bizarren Erfahrungen ist.