Regeln für BDSM-Begleitpersonen

Regeln für BDSM-Begleitpersonen

Regeln für BDSM-Begleitpersonen

“Wenn alles andere scheitert, lesen Sie die Anweisungen.”
(Cahn)

BDSM ist etwas, das jeder früher oder später versucht... zumindest mit den “Fingerspitzen”.

Obwohl diese als sexuelle Perversionen eingestuft werden, sind BDSM-Praktiken eigentlich nicht in dieser Kategorie einstufbar. Denn diese sind einvernehmliche Handlungen, infolge von frei geäußerten Wünschen zwischen mündigen Partnern, die vollkommenes Verstand haben. Darüber hinaus stellen diese Ereignisse eher ein Auslassventil innerer unausgesprochenen Gefühle, die uns manchmal mental verschiedene exzentrische Phantasien aufbauen machen. Die Wege der Neuronen sind kompliziert, nicht wahr?

Im Wesentlichen, so wie diese in der Bezeichnung BDSM (als Abkürzung) definiert sind, gibt es vier unterschiedliche “Techniken”, die aber jedoch gleichzeitig angewendet werden können:

1).-Bondage. Bondage stellt eine Praxis der Fesselung eines Partners oder einer Partnerin, so dass ihm/ihr vollständig oder teilweise seine/ihre Bewegungsmöglichkeit beschränkt wird. Es muss betont werden, dass die Fesselungsmethoden nicht zu Körperverletzungen führen sollten. Um in vollkommener Sicherheit eine solche Fantasie in Akt zu setzen, werden ernsthafte Kenntnisse der Anatomie und viel Übung erforderlich sein, so dass für Sie... ratsam wäre, mit etwas leichter anzufangen. Zum Beispiel, durch die Fesselung oder durch Blockierungsmethoden des Sehens durch die Bändigung eines Streifen aus Leder auf den Augen.

2).-Dominanz. Diese Technik setzt die Ausübung gegenüber der Kunden von Verfahren, die gedacht wurden, ihnen Leiden zu verursachen (sowohl körperliche als auch psychische). Die Praxis ist eine Form der Therapie für diejenigen, die hohe Positionen (vor allem Führungspositionen) haben und die die Gewohnheit haben, zu befehlen, ohne zu viel die “affektiven” Folgen ihrer Entscheidungen zu berücksichtigen. Die Personen in Frage brauchen manchmal Erfahrungen solcher Art, um ihre Gehirnfunktionen zu erleichtern und zu balancieren.

3).-Sadismus. Die paraphilische Fokalisierung des sexuellen Sadismus beinhaltet Handlungen (reale, nicht simulierte), durch welche das Individuum die sexuelle Erregung aus dem psychischen oder aus dem physischen Leiden (einschließlich durch die Demütigung) seiner Partnern erreicht. Einige Personen äußern ihre Fantasien dieser Art während der sexuellen Aktivität, aber aufgrund eines reservierten Verhalten während diese nicht zu Ende geführt. In solchen Fällen impliziert der Sadismus die Idee, die vollständige Kontrolle über den Unterwürfigen zu haben, wobei dieser von der Antizipation des bevorstehenden sadistischen Akts erschrocken ist, der aber sich... nicht manifestiert. Andere setzen ihre sadistische sexuelle Impulse in Praxis, zusammen mit einem Partner der dem Leiden, dem Schmerz oder der Demütigung zustimmt (der sexuelle Masochist). Es ist möglich, das solche Phantasien während der Kindheit angeregt werden. Der sexuelle Sadismus ist in der Regel chronisch. Einige Personen können sich in sadistischen Handlungen seit vielen Jahren engagieren, aber ohne dabei die Notwendigkeit zu haben, die Intensität, die durch eine effiziente und strenge Selbstkontrolle gesteuert wird, zu erhöhen. Gewöhnlicherweise aber, nehmen die Aggression und die sadistischen Gewaltakte mit der Zeit zu. Wenn dieser Akt mit Personen, die nicht zustimmen, praktiziert wird, wird die Handlung als ein Verbrechen betrachtet.

4).-Masochismus. Die Suche nach den körperlichen Schmerzen oder allgemein ausgedrückt, nach dem Leiden und nach der Erniedrigung (insbesondere die moralische), die bewusst sein kann (oder auch unbewusste), vor allem, wenn es sich um den psychischen Masochismus handelt. Das Syndrom ist eine der Formen, durch welche das Libido auftreten kann. Dieser stellt im Wesentlichen eine Umkehrung des Sadismus dar (in Passivität verwandelte Aktivität) und eine Verschiebung dessen auf dere eigenen Person. Freud zeigt, dass der Sadismus ursprünglich die Demütigung oder Dominanz eher auf die andere Person gerichtet wird und dass durch Umkehrung, die Schmerzempfindung zur sexuellen Erregung führen kann. Der moralische Masochismus ist für jene Individuen spezifisch, die sich nicht wünschen und die nicht erwarten, dass ihr Partner ihnen Schmerzen zufügt, die aber in der Lage sind, es einseitig aus verschiedenen (mehr oder weniger verursachte) Lebensumständen zu erhalten, wobei sie auf dieser Weise eine Art “unbewusste Bedürfnis der Strafe” beweisen. Diese Manifestationsform kann vollkommen entsexualisiert auftreten.

 

Die und die Definition des Sado-Masochismus. Der Neurologe und Psychologe Richard von Krafft-Ebing hat die berühmten Namen der französischen und österreichischen Schriftstellern ausgeliehen, die in den achtzehnten und in den neunzehnten Jahrhundert gelebt haben, Sade und Sacher Masoch, um einen Namen der sexuellen Perversion, die er “Sado-Masochismus” bezeichnete, zu geben. In dieser Kombination von Praktiken kann die sexuelle Lust sowohl durch die Ausübung, als auch durch die Akzeptierung der körperlichen Schmerzen, der Demütigung erreicht werden. Nach Freud ist diese die am häufigsten auftretende und wichtigste Form der Perversion. Die Praktizierung des Sado-Masochismus wird als eine pathologische sexuelle Abweichung angesehen, wenn diese der einzige Weg ist, durch welche eine Person sexuell erregt werden kann.

 

Eine Perversion oder ein Spiel? Der Sado-Masochismus kann nur als eine Fantasie verwendet werden, die etwas mehr Vergnügen der normalen sexuellen Freuden hinzufügt. Diese kann sich ebenfalls auch zu einer echten Perversion entwickeln, was zu dramatischen Folgen für die Opfer führt.

Die Perversion. Es ist eine Krankheit, also ein pathologischer Ersatzmittel für den normalen Geschlechtsverkehr, wenn dieser sich als das einzige Mittel enthüllt, durch welches eine Person ihre extrem tiefen intimen und nachhaltigen Wünsche externalisieren kann. Im Allgemeinen wird der Sado-Masochismus nicht als Fehlverhalten angesehen, wenn dieser zwischen zwei mündigen Erwachsenen, die sich in der Praxis dessen engagieren, stattfindet. Selbstverständlich werden aus juristischen Standpunkt jedwelche (reale) Akte der Folter oder der Barbarei verboten. In dem Fall, wenn der Sado-Masochismus gegen den Willen einer Person ausgeübt wird, oder wenn diese schädliche physische und psychische Folgen erleidet, kann die Praxis ebenfalls als eine illegale Handlung angesehen werden, die durch die Gesetze der meisten Länder verboten wird.

Das Spiel. Aus den Studien, die in letzter Zeit weltweit durchgeführt wurden, wird es klar, dass es vielen Personen Vergnügen macht, erotische Spiele von Dominanz oder Unterwerfung zu versuchen. Diese können als Praktiken, die zwischen erwachsenen Partnern verlaufen, die sich gegenseitig respektieren und die sich außerhalb der Privatsphäre absolut gleich behandelt, definiert werden. In diesem Zusammenhang implizieren die BDSM die Zustimmung der Partner, die sich nur auf die Experimentierung der ungewöhnlichsten Phantasien begrenzt in bestimmter Schranken.

Wenn diese Bedingungen erfüllt werden, wird das Spiel durchgeführt, um die Intensität der gegenseitigen Gefühle und Empfindungen zu erweitern. Oft ist dies ein Mittel, durch dem sehr leicht exzentrische sexuelle Verlangen ausgestellt werden. Wenn es unter Kontrolle gehalten wird und wenn jedem Partner die Freiheit und Integrität garantiert werden, kann der Sado-Masochismus die Befreiung der sexuellen Spannungen und Ängste erleichtern.

 

Die Grundlagen einer sadomasochistischen Beziehung. Die Beziehungen dieser Art sind nie ganz identisch, aber an ihrer Basis gibt es eine Reihe von Regeln, die immer befolgt werden müssen. Folgende Grundsätze sollten die Partner helfen, ihre Phantasien in den Grenzen der Sicherheit, der Normalität und des freien Willens auszuüben:

-Seien Sie GEDULDSAM. Bevor Sie ein Herrschaftsszenario aufbauen, müssen Sie verstehen, dass Sie kein “spezielles Recht” gegenüber Ihre Kunden haben. Diese müssen Sie nicht mehr befolgen, mehr als sie damit einverstanden sind. Geben Sie ihnen die notwendige Zeit Sie kennen zu lernen, um sich selbst zu überzeugen, dass Sie ihr Vertrauen verdienen. Die Feinheit und die Subtilität sind wichtige Elemente in der Kunst der Herrschaft.

-Seien Sie OFFEN. Auch wenn man allgemein glaubt, dass der Dominator derjenige ist, der Anweisungen gibt, vergessen Sie nie, dass Sie auch von anderen zu lernen haben, unbeachtet welche Erfahrung Sie bis zu dem Zeitpunkt hätten. Akzeptieren Sie auch die Ansichten oder die Meinungen anderer Menschen, die eine ganz andere Perspektive haben können. Seien Sie sich bewusst, dass dies der einzige Weg ist, die Perfektion zu erreichen.

-KOMMUNIZIEREN SIE. Sie haben die Verantwortung, die grundsätzlichen Informationen bezüglich der Personen, die Sie als Kunden haben, zu entdecken. Ihre Grenzen, ihr Geschmack, was sie nicht mögen, ihre Wünsche, ihre ärtzliche Probleme, usw.! Im Gegenzug verschleien Sie sich nicht im Dunkeln. Je mehr die Kunden über die Eskorte wissen, an der sie sich wenden, desto wird sich ihr Vertrauen in die Dienstleistungen, die sie erwarten, entwickeln. Definieren Sie klar die Regeln des Spiels. Seine Grenzen. Besser zweimal die gleichen Details zu wiederholen, als ein wichtiges zu vernachlässigen. Sie sind nicht ein Wahrsager und der Partner hat auch nicht die Fähigkeit, Ihre Gedanken zu lesen. Eine klare, detaillierte, Kommunikation ist eins der wichtigsten Elemente solcher Beziehungen.

-Seien Sie EHRLICH. Wenn Sie keine Erfahrung in einem bestimmten Segment dieses Bereichs haben, wenn der Partner etwas versuchen will, behaupten Sie nicht, dass Sie der Beste oder die Beste in der Branche sind. Seien Sie ehrlich und fangen Sie nur Handlungen an, wo Sie diesbezüglich sicher sind, dass Sie deren Verlauf unter Kontrolle halten können. Die Sicherheit sollte Ihre oberste Priorität sein.

-Seien Sie VERSTÄNDNISVOLL. Ein Spiel sollte eine kreative Synthese zwischen Ihren Bedürfnissen und Phantasien und den Bedürfnissen und Freuden der Partnern sein. Obwohl die Kunden scheinbar “unterwürfig” sind, dient in Wirklichkeit jeder jeweils anderen. Verhalten Sie sich derart, dass Sie ihr Vertrauen gewinnen und verraten Sie diese nie. Gehen Sie korrekt mit dem gewährten Vertrauen um. Immer!

-Seien Sie REALISTISCH. Beenden Sie immer ein Spiel, wenn der Kunde es verlangt. Niemals dann, wenn dieser bereut, dass es zu weit gegangen ist. Vergessen Sie nicht, dass die Macht, die Kontrolle und die Sensitivität die wichtigsten Elemente in diesem Bereich sind und nicht die Intensität der Stimulation. Machen Sie korrekt den Unterschied zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Nicht alles ist nicht immer möglich und es ist nicht wünschenswert, alles zu versuchen.

-Seien Sie wirklich DOMINANT. Die “Unterwürfigen” suchen in der Regel jemanden, der ihre Körper und ihr Geist beherrscht, und nicht nur jemanden, der sich mit Härte manifestiert. Diese wollen selbstverständlich ein DOMINATOR oder eine DOMINA, aber kein Ungeheuer. Diese unterstellen sich in gutem Glauben und dafür müssen Sie die volle Verantwortung ihnen gegenüber annehmen. Seien Sie konsequent und bleiben in dem Rahmen, den Sie definiert haben. Erstellen Sie Richtlinien und respektieren Sie diese.

-Behalten Sie die KONTROLLE. Wenn Sie sich müde, gestresst oder nicht in guter Form fühlen, nehmen Sie die Programmierung einer Sitzung nicht in Anspruch. Wenn Sie wütend sind oder in einem ungewöhnlichen emotionalen Zustand... halten Sie sich zurück! Und selbstverständlich, kein Alkohol oder Drogen vor den Szenen. Um die Kontrolle über jemanden zu nehmen, müssen Sie zunächst im vollen Bewusstsein sein, und sich selbst VOLLKOMMEN kontrollieren.

-TUN SIE ALLES MIT VERGNÜGEN! Sie werden vor allem angefordert, um die Kunden zu begnügen. Denn schließlich bedeuten die BDSM-Praktiken dies. Eine intensive erotische Freude, die durch solche kreative und verantwortliche... Mittel erhalten werden kann.

 

Der Vertrauen. Psychologisch geraten wir unter der Versuchung, dem Partner das zu geben, was uns gefällt, wobei wir glauben, dass das, was gut für uns ist, sicherlich auch für andere gut ist, aber das ist grundsätzlich... FALSCH.

1.-Kunden brauchen in erster Linie SICHERHEIT. Wenn Sie diese sich sicher fühlen machen, werden Sie diese davon überzeugen, dass nichts Schlimmes passieren kann, und auf dieser Weise wird es Ihnen gelingen, viele der Fantasien, die Sie bekannt machen wollen, in der Praxis einzusetzen.

2.-Erschrecken Sie, bruskieren Sie Ihre Kunden nicht, und haben Sie GEDULD mit ihnen. Beginnen Sie mit kleinen, leichten Dingen, die keine Bedrohung für sie darstellen, zu denen Sie fühlen, dass sie eine vage Neugier manifestieren.

3.-Zeigen Sie ihnen, dass diese FREI ihre Meinungen, Gedanken, Phantasien äußern können... ohne von Ihnen dafür kritisiert oder verurteilt zu werden. Ermutigen Sie ihnen jedes phantastisches Verfahren...

Die sado-masochistischen Aktivitäten sollten den Partnern ermöglichen, eine enge Beziehung, die sich auf dem gegenseitigen Verständnis und Akzeptanz der Grenzen des Anderen basiert, aufzubauen und aufrechtzuhalten. Ein Kunde, der sado-masochistischen Spiele experimentiert, wird in der Regel sehr intim mit Ihnen, wobei dieser es mag, Ihnen Konfidenzen zu machen, oder Erfahrungen auszutauschen. Ein ehrlicher Dialog zwischen dem dominanten und dem unterwürfigen Partner ist unabdingbar für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Kunde muss seine Gefühle vor und nach den sado-masochistischen Aktivitäten ausdrücken können, und für Sie ist es zwingend notwendig, ein guter Zuhörer zu sein.

Dieses vollkommene Verständnis verleiht der Atmosphäre eine gewisse Finesse. Weil eine gute gegenseitige Kenntnis des Anderen erforderlich ist, wird es oft schwierig sein, sich in sado-masochistischen Spielen mit absolut fremden, kaum bekannten Personen, zu engagieren. Daher ist eine minimale “Erforschung” im Rahmen mehrerer “Soft”-Sitzungen willkommen.

 

Die Abhandlung und die Beachtung der Grenzen. Der Dominator sollte über alles, was sexuelle Fantasien, Tabus des Unterwürfigen bedeutet, Bescheid wissen. Es sollte immer eine vorhergehende Diskussionen und eine reale Verhandlung über die wirklichen Bedürfnisse eines Kunden, und über was sie gern vermeiden wollen, geben. Die Grenzwerte unterscheiden sich von einem Antragsteller zum anderen und können sich im Laufe der Beziehung entwickeln, wenn dieser der Eskorte treu bleibt.

Verursachen Sie nie tatsächliche Demütigung oder Verletzungen der unterstellten Person. Das bedeutet nicht unbedingt, das die Ohrfeigen und die “Strafen” ausschließlich von den sado-masochistischen Spielen ausgeschlossen werden. In Spielen von Dominanz und Unterwerfung, können Schmerzen zur Experimentierung gewisser neuen Freuden führen, deren Zweck nicht in sich selbst liegt.

 

Die Benutzung eines Passworts. Ein Merkmal der sado-masochistischen Spielen ist, dass diese Ihnen die Grenzen zunehmend weiterschieben können. Wenn Sie diese Praktiken mögen, werden Sie wollen, immer neue Horizonte zu entdecken, Sie werden immer stärkere Empfindungen akzeptieren, Sie werden Sachen tun und fühlen möchten, die Sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht erlebt haben.

Aber es kann passieren, dass sich der Unterwürfige nicht so wohl während einer bestimmten erotischen “Episode” fühlt und diesem wird es nützlich sein, die “Tätigkeit” sofort mit einem einfachen vereinbarten Passwort beenden zu können. Die Idee des Passwortes (ein Wort) hat die Rolle Sie sofort zu verständigen, dass etwas dem Kunden nicht gefällt und dass er aus dieser Situation SOFORT heraus will. Sie müssen den Partnern mitteilen, dass es ihnen nicht helfen wird, zu schreien oder um Gnade zu bitten, da diese Manifestationen in der Regel als Teil der erotischen Stimulation oder des verbalen Szenario der Szene betrachtet werden.

Verwenden Sie keine Passwörter wie “Stop”, “Halt”, “Ich kann nicht mehr!”... weil diese missverstanden oder mit der für die Atmosphäre spezifischen Sprache verwechselt werden könnten. Wählen Sie spezielle Wörter, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind, wie “Athen”, “Null” oder “Nordpol”. Falls der Unterwürfige am Mund gebunden ist, denken Sie an einigen Gesten, die dieser tun könnte. Wenn das Passwort gesagt wird, oder wenn die Geste (das Zeichen) gemacht wird, muss ALLES SOFORT aufhören.

Auch als Vorsichtsmaßnahme:

-der Bondage muss nie mit Alkohol oder mit Drogen (reduziert die Fähigkeit des Körpers, die Schmerzen und die Schläge, die in diesen Bedingungen erlitten werden, können unfreiwillig zu schweren Verletzungen führen) kombiniert werden;

-Sie müssen den Unterwürfigen nicht in derselben Position für mehr als eine Stunde gebunden zu lassen (es gibt das Risiko, dass diese den Blutkreislauf behindern);

-Sie müssen Ihre Kunden nicht in Positionen setzen, die ihre Atmung stören könnte;

-die Bindungen müssen derart gemacht werden, so dass sie sehr leicht entbunden werden können.

 

Herrscher und Sklave-... die Rolle des Jeweiligen. In sado-masochistischen Spielen, spielt einer der Partnern die Rolle des Dominators und der andere des Unterwürfigen, wobei aber beide Teilnehmer an diesem Szenario teilnehmen, um ihre individuellen Bedürfnisse zu erfüllen. Sowohl der , als auch der Unterwürfige sind gleich. Merken Sie sich! Vom Dominator bis zum “Herrscher” gibt es nur einen imaginären Unterschied.

 

Die Rolle als Dominator/Domina oder als “Herrscher”/“Herrscherin”. Die Rolle als Dominator, oder als “Herrscher” setzt die Kontrolle über die Handlungen, die Gefühle und über die Wünsche des Unterwürfigen oder des Sklaven voraus. Die “Herrscher” ohne Erfahrung denken, dass die Domination das bedeutet, den Sklaven konsequent Befehle zu geben. Aber seine Attribute sind komplexer. Dem “Herrscher”, sei er Mann oder Frau, sollte sich einen Weg einfallen lassen, um den Slaves den Wunsch aufzuwachen, ihm zu gefallen und zu befriedigen. Die Rolle des Dominators ist nicht Schmerz oder Demütigung zu verursachen, sondern den Unterwürfigen zu führen und ihm Ideale zu vermitteln, ihn zu lehren, wie man das Spiel genießen kann und wie man Momente des Vergnügens erlebt. Der Dominator kann Szenen nach seinem eigenen Gefallen erfinden, er muss aber auch die Hoffnungen und die Freuden des Untergestellten berücksichtigen.

 

Die Rolle des Slaven oder des Unterwürfigen. Slave verdient es, mit Respekt und mit Würde behandelt zu werden. Er oder sie muss frei sein, seine/ihre Meinungen zu äußern und vollständig mit dem “Herrscher” zu interagieren. Der der lernt, dem Dominator zu gefallen, muss erfahren, dass sein gutes Verhalten belohnt wird, während ein schlechtes Verhalten bestraft wird. Der Sklave findet häufig verschiedene Wege, um den “Herrscher” nach seinen/ihren eigenen Wünschen zu manipulieren. Tatsächlich existiert keiner ohne den anderen, und wenn dieses Verhältnis auseinander fällt, endet das Spiel.

 

Die Praktiken, die von den Sado-Masochisten eingesetzt werden. Die sadomasochistischen Praktiken können auf verschiedene Weisen erfolgen. Im deren Rahmen kann der Geschlechtsverkehr auftreten oder gänzlich fehlen. Die Techniken sind vielfältig. Von leichtem bis zu härteren Bondage oder von milderen Schläge bis zur Demütigung... Die Dominanz variiert auch von der physischen bis zur psychologischen. Also, es gibt leichtes Sado-Masochismus und hartes Sadomasochismus. Manche Menschen gehen bis zum Äußersten, bis einschließlich zur Verwendung von Fäkalien, Verursachen von schweren Verbrennungen, Narben oder zur gnadenlosen Schlagen der Geschlechtsorgane.

In den sado-masochistischen Spielen wird der Schmerz oft eine der interessantesten Empfindungen betrachtet. Wenn eine Person sexuell erregt ist, ist ihre Toleranz gegenüber der körperlichen oder der seelischen Leiden größer und der empfundene Leiden kann sich in Freude verwandeln. Aber der Schmerz ist nicht zwingend erforderlich. Es ist ein Accessoire, das verwendet werden kann oder nicht. Es ist in der Tat ein Symbol der Domination, aber die Unterwerfung ohne “Folter” kann einen interessanteren Zustand der Euphorie bezwecken.

 

Der Kontext. Die sado-masochistischen Spiele werden oft mit einer gewissen Zeremonie praktiziert, nach einem vorher bestimmten Szenario, und impliziert die Verwendung von diversem Zubehör: Lederjacken, Vinyl oder Latex, Pelz, Stiefeln, Bindungen, Ketten, Peitschen, Krawatten, Halsbänder, Leinen, Handschellen, Seile usw. Im Szenario werden Anforderungen oder Befehle gemacht, und wenn die Regeln unbeachtet werden, wird der Partner Strafen durch verschiedene Mittel unterliegen (Schläge, Peitschen, Stechen, Verbrennungen, usw.).

 

Die vielfaltigen Empfindungen. Die starke Reaktionen können erreicht werden, wenn man Artikel, die intensivere Wahrnehmung von Kälte, Hitze oder Quetschung voraussetzen, gebraucht. So dass Wachs, Eis oder Klammen verwendet werden können, um diese Zustände zu erreichen. Die Produzierung von Adrenalin im Rahmen der BDSM-Spiele verursacht sowohl dem Sklaven, als auch dem “Herrscher” Erregung. Die Schellen werden manchmal an den Genitalien oder an den Brustwarzen der Unterwürfigen angewendet. Die Schmerzempfíndung tretet oft erst nachdem der Kontakt mit der Klemme unterbrochen wird und kann durch sanften Reiben der betroffenen Gebieten entfernt werden. Wenn Sie mit Zangen das erste Mal versuchen, lassen Sie dem Kunden die Möglichkeit, diese in Ruhe selbst auszuprobieren und sich an den Gedanken zu gewöhnen und damit er seine Angst reduziert. Ebenfalls, achten Sie auf die sensiblen Bereiche des Körpers, vor allem wenn Sie Eis oder heißer Wachs verwenden.

 

Das Binden. In den sado-masochistischen Spiele wird der unterwürfige Partner mit Seil, Ketten, Handschellen oder kann nur an den Augen gebunden werden, um ihm seine Bewegungsmöglichkeit zu verengen oder um den Überraschungsgrad der Maßnahmen, die auf ihn umgesetzt werden, zu erhöhen. Das Binden der Augen kann auch den Eindruck des Geheimnisvollen verleihen. Da er nicht sehen kann, weiß er auch nicht, was passieren wird, hat aber den Eindruck, nicht gesehen zu werden. Wenn dem Kunden die Hände gebunden werden, fühlt dieser sich wie ein Gefangener, aber zur gleichen Zeit fühlt er sich entspannt, und dieses Gefühl hilft manchmal ihm einen hypnotischen Zustand der Ablösung zu erzeugen und produziert ihm einen angenehmen hypnotischen Zustand. Vergessen Sie nicht! Der “Herrscher” ist verantwortlich für die Sicherheit des Sklaven!!!

 

Die körperliche Züchtigung. Die Peitsche, die Riemen, die Reitpeitsche und das Bündel von Stöcken sind Strafwerkzeuge, die eine große erotische Macht haben. Die Flagellation ist eine alte sexuelle Praxis und wird in vielen erotischen Schriften dargestellt, einschließlich in der Kamasutra. Der Schmerz erweckt die Sinne und konzentriert die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich des Körpers. Das Schlagen wird mit bloßen Händen gemacht. Der Klang und der Rhythmus sind auch ein Teil des Genuss von denen, für die die körperliche Züchtigung im Rahmen des sexuellen Vorspiels unverzichtbar ist oder sogar seine Substitution. Die Serie von Handschläge kann eine Vielzahl von Trendenzen, die tief in das Geheimnis unserer innersten Gefühle verdrängt sind, befriedigen.

 

Die Verbalisierung/Kommunikation. In den meisten Fällen sind die harten Worte in der Form der missbräuchlichen und vulgären Befehle ein integraler Bestandteil der sado-masochistischen Spielen. Beachten Sie aber, dass es nur ein Spiel ist! Das Ziel ist nicht, die Folter der Inquisition zu reproduzieren. Die psychologische Wirkung der benutzten Worte muss unter Kontrolle gehalten werden. Die gegensätzlichen Gesten (wie Liebkosungen zum Beispiel) können die Intensität des Sprechens sinken und kann die Produzierung eines möglichen psychologischen “Missbrauchs” vermeiden. Diese halten einschließlich die Lust und das Bewusstsein des sexuellen Vergnügen aufrecht.

 

Sicher, gesund und eingewilligt. Dieser sollte das Motto der BDSM-Gemeinschaft sein. Obwohl von außerhalb (von einem potenziellen uneingeweihten Betrachter) gesehen, ein solches erotisches Erlebnis, der für diesem Bereich spezifisch ist, als einschüchternd, erschreckend und unverständlich erscheinen mag... man sollte wissen, dass die Personen, die an solchen Praktiken beteiligt sind, vollkommen und in Detail wissen, was genau sie sich wünschen und sie vereinbaren vorher gemeinsam wie die Szenarien aussehen werden, an denen sie sich beteiligen werden, und die Kommunikation, der Respekt und die frei ausdrückliche Zustimmung die einzigen Koordinaten sind, auf denen man solche Beziehungen (ob diese gelegentlich oder zeitweilig sind) aufbaut.